9. Kleinberatungen und Auskünfte
Neben der längerfristigen Beratung von Vorhaben der Unternehmen gab es immer sehr viele Anfragen per Telefon oder auch e-Mail, die zu keiner Mittelverwendung aus dem Budget "Externes Fachwissen-Coaching" führten. Sie sind oft sehr konkret und ließen sich mit einer Kleinberatung, wie z.B. Adressenweitergabe, Übergabe und Empfehlung direkt an Partner oder gleich an polnische Unternehmen, die eine Lösung haben - kurz gesagt also aus dem Know-how-Fundus des Projektes - mit einigen Telefonaten oder per e-Mail direkt erledigen. Die Anzahl dieser Anfragen ist hoch und nur schwer schätzbar - wenn wir aus Erfahrung ca. 2 Anfragen täglich im Mittel pro Projektpartner rechnen, sind das so um die 3.500 während der Laufzeit. Für das gesamte Netzwerk lässt sich das nicht mehr objektiv schätzen.
Diese Anfragen waren für uns der Indikator dafür, dass das Projekt in der Praxis wirkt, einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat, die Leistungen anerkannt sind und über Mundpropaganda weiterempfohlen werden. Die hieraus mit Sicherheit auch entstandenen Kooperationen lassen sich in ihrer Anzahl kaum schätzen. Sind es nur 0,5% - 1%, dann wären das 17 - 35 neue Kooperationen.
Objektives Informationsproblem:
So wie bei der Neuansiedlung von Unternehmen existierte auch bei allen anderen Kategorien ein objektives "Berichtsproblem". Das Projekt hat sich nicht an einen feststehenden Kreis von Unternehmen gewendet, sondern war klientenseitig und leistungsseitig "offen" gestaltet. Dadurch stießen ständig neue Unternehmen dazu und die Begleitung der KMU erfolgt nur "streckenweise", also zeitlich begrenzt. Je nach vorliegendem Bedarf war das auch mehrfach möglich. Die im Projekt zu bearbeitenden Fragestellungen und die entsprechend gegebenen Hilfen waren unterschiedlichster Natur und Intensität. Sie reichen von der telefonischen Beratung und Vermittlung bis zum intensiven Begleitung-Coaching. Wir hatten also das Problem, dass wir nicht alles erfahren haben, was nach unserer Betreuungsphase (Kontaktphase) weiter passiert ist. Die Daten stehen uns daher ohne zusätzliche spätere Recherchen nicht genau zur Verfügung. Das bedeutet, dass die Statistik unvollständig ist. Das heißt aber auch, dass das Projekt "viadukt 2005" über die uns bekannten und hier dargestellten Effekte hinaus noch weitere Wirkungen erzielt haben wird. Indirekter Beweis ist dafür, dass nach Jahren Unternehmen wieder auf uns zurückkommen sind, die neuen Beratungsbedarf, trotz der inzwischen entstandenen Kooperationen mit Polen, hatten.
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